Hunderasse Magyar Vizsla

Welche Hunderasse passt zu mir?

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Viele Familien wünschen sich einen Hund und oftmals sind Filme wie „101 Dalmatiner“ oder „Ein Hund namens Beethoven“ dafür verantwortlich  dass eine Familie auf den Hund kommt und auch gleich die scheinbar passende Hunderasse vorgegeben wird, in die sich die Familienmitglieder verliebt haben. Wer allerdings auf diesem Wege sich für eine bestimmte Hundeart entscheidet, fällt meistens damit auf die Nase. Unser Ratgeber hilft Ihnen dabei, vor dem Hundekauf die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Falsche Hunderasse: Hunde landen im Tierheim

Jährlich werden ca. 70.000 Tiere ausgesetzt und unzählige Haustiere landen Jahr für Jahr im Tierheim. Viele darunter sind Hunde, weil Menschen sich unbedarft für ein Tier entscheiden, ohne genau zu wissen, was auf sie zukommt. Einerseits sind es die laufenden Kosten der Tier- insbesondere Hundehaltung. Andererseits gibt es beim Halten von Hunden immer wieder Probleme mit den Nachbaren oder mit der Hunderasse, weil die Halter sich nicht informiert haben, welcher Rassehund zu ihnen passt. Hätte man vor dem Hundekauf sich ausreichend informiert, bliebe vielen Familien die große Enttäuschung erspart und dem Hund ein tristes Dasein, aufgesetzt auf der Autobahn oder abgegeben im Tierheim.

Warum spielt die Hunderasse so eine wichtige Rolle?

Die Hunderasse ist nicht nur für die Unterschiede beim Aussehen des Hundes verantwortlich, sondern bestimmt neben Fell, Größe und Kopfform auch und im Besonderen den Charakter eines Tieres. Jede Hunderasse hat ihre eigene Charakteristik und gibt Aufschluss darüber:

  • Wie das Wesen eines Hundes tendenziell ist.
  • Wie viel Bewegung das Tier braucht.
  • Wie familienverträglich und kinderlieb Rüde oder Hündin ist.
  • Wie es um das Gemüt eines bestimmten Hundes bestellt ist.
  • Wie krankheitsanfällig Vierbeiner einer bestimmten Rasse sind.
  • Wie oft, laut und anhaltend Hunde bellen.
  • u.v.a.m.

Die meisten Haltungsprobleme lassen sich von vornherein erkennen, wenn Hundeinteressierte sich bei der Wahl des Tieres nicht nur vom Aussehen des Hundes leiten lassen, sondern sich mit der rassentypischen Charakteristik auseinandersetzen.

Stehen

  • Charakter vom Hund
  • Erwartungshaltung vom Mensch
  • rassenspezifische Haltungsbedingungen

miteinander in Einklang, werden Mensch und Tier fast immer zu einer tollen Einheit zusammenwachsen und das Risiko, dass es zu Problemen zwischen Mensch und Tier kommt, wird gravierend gesenkt.

Wie und wo kann man sich über Hunderassen informieren?

Sieht man einen Hund, der besonders toll aussieht oder in den man sich wegen seinem Verhalten regelrecht verliebt hat, kann bereits die Entscheidung, sich einen solchen Hund anzuschaffen, getroffen worden sein. Dennoch sollte kühler Kopf bewahrt und sich informiert werden. Doch wo erfährt man etwas über Hunderassen, Charakter und Bedürfnisse eines bestimmten Rassehundes?

Internet – die beste Anlaufadresse?

Grundsätzlich findet man zu jeder Hunderasse umfangreiche Informationen im Internet. Doch nicht jeder, der den Rassehund beschreibt, verfügt auch über genug Sachkenntnis. Die Informationsquelle muss daher gut ausgewählt werden und Sie sollten immer mehrere Quellen zu Rate ziehen und sich einlesen.

Hunderasse Magyar Vizsla

Hunderasse Magyar Vizsla (Copyright www.berliner-vizsla.de)

Züchter: Webseiten und persönlicher Kontakt

Oft werden Züchter – unabhängig der Tierart – als „Vermehrer“ bezeichnet. In Einzelfällen mag diese Bezeichnung zutreffen. Doch gäbe es keine verantwortungslosen Käufer, gäbe es für Tiere solcher Herkunft keinen Markt.

Die meisten Züchter lieben ihre Tiere und züchten mit hohen ethischen Grundsätzen. Interessieren Sie sich für eine bestimmte Hunderasse, suchen können Sie nach einem Züchter suchen und sich auf dessen Internetseite informieren. Bei dem Hund, den Sie auf unserem Artikelbild sehen, handelt es sich um einen Magyar Vizsla, der vom Züchter mit folgenden Worten beschrieben wird:

„Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Drahthaar Vizsla um einen Jagdgebrauchshund. Er ist vielseitig einsetzbar, etwa im Wasser, auf dem Feld und auch im Wald. Als Familienhund ist er aufgrund seines tollen Charakters absolut geeignet, braucht aber passende Auslastung.“

Diese Beschreibung ist lediglich eine kurze Textpassage aus der Beschreibung des Magyar Vizsla Hundes. Doch sie ist sehr aufschlussreich und verrät, in welche Familie dieser Rassehund passt und wo nicht. Darauf gehen wir später noch einmal näher ein.

Dem Züchter auf die Finger schauen

Ein seriöser Züchter gibt meist bereits auf der eigenen Website einen Einblick in die Züchter-Philosophie. Das kann in Form von vielen Fotos sein, die die Haltungsbedinungen zeigen, das Belegen von Zertifikaten und Sachkundenachweis usw..

Außerdem distanzieren sich gute Hundezüchter z. B. von

  • Qualzucht
  • Zwingerhaltung
  • Deckung von Jungtieren
  • usw.

sondern weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Welpenaufzucht in der Familie stattfindet und natürlich kann ein guter Züchter auch Ausschusskriterien aufstellen, wann ein Hund gar nicht erst verkauft wird.

Beim Züchter Rasse und Tiere kennenlernen

Viele Züchter bieten an, sich einfach die gezüchtete Hunderasse anzuschauen, Fragen zu stellen und ein paar Mal zu Besuch zu kommen, um die Hunde kennenzulernen. Jedem guten Züchter ist es wichtig, dass die Welpen in liebevolle Hände kommen. Als zukünftiger Hundehalter haben Sie also gerade beim Züchter die Möglichkeit, genau hinzuschauen, „Ihre“ Hunderasse kennenzulernen und auch den Umgang mit dem Hund zu erlernen, wenn es sich um Ihren Ersthund handelt.

Systematik Hunderassen: Lesen Sie offizielle Beschreibungen

Diverse Organisationen beschreiben die Systematik der Hunderassen. Eine solche Organisation ist z. B.

  • FCI (Federation Cynologique Internationale)
  • KC (British Kennel Club)
  • AKC (American Kennel Club)
  • CKC (Canadian Kennel Club)

Die Rassenbeschreibung diverser Hunderassen geht auf anatomische Merkmale ein und beschreibt auch Wesen und Art der Verwendung.

FCI Nomenklatur: Fundierte Infos über Hunderassen

Die FCI ist die bedeutsamste Standardkommission, wenn es um Rassehunde und Beschreibung geht. Nicht jede Hunderasse wird von der FCI anerkannt und beschrieben, doch die meisten Hunderassen sind in der FCI gelistet.

Die Liste der Rassehunde von der FCI gibt Aufschluss darüber, unter welcher FCI-Nummer ein Rassehund geführt ist. Jede Hunderasse ist mit einer Nummer gelistet, unter der die FCI den Rassenstandard präzise beschreibt.

FCI-Standard Nr. 342: Australian Shepherd

Mit diesem Datenblatt beschreibt die FCI den Australischen Schäferhund als sportlichen, agilen Hund, der viel Bewegung braucht, um ausgelastet zu sein. Intelligent, wissbegierig und gern gefällig möchte der Australian Shepherd ein vollkommen unproblematischer Hund, insofern er ausreichend gefordert und gefördert wird. Der Australian Shepherd passt sehr gut in eine turbulente Familie, die immer auf Achse ist und den Hund auf allen Ausflügen mitnimmt. Wird der Australische Schäferhund auf diese Weise ordentlich beschäftigt, dankt er mit einem liebevollen, offenen und dem Menschen zugewandten Wesen.

FCI-Standard Nr. 57: Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund

Dabei handelt es sich um den bereits angesprochenen Magyar Vizsla. Ein Jagdgebrauchshund erledigt seit unzähligen Generationen Arbeiten, die bei der Jagd typisch sind. Diese Arbeiten haben Wesen und Körperbau des Hundes geprägt und nur, wenn der Hund diese erledigen kann, ist der Rassehund optimal ausgelastet. Die Jagd geht einher mit dem Laufen auf Wald und Feld, dem Jagen von Tieren, dem Schnüffeln nach Beute. Es handelt sich also um eine Hunderasse, die sich auspowern muss, aber die auch anspruchsvolle Tätigkeiten zu verrichten hat. In einem Haushalt, wo nur wenig Auslauf, wenig Spiel und kein Feld zur Verfügung steht, verkümmert ein solcher Hund. Der Magyar Vizsla kann daher nicht als Stadthund oder Schoßhündchen gehalten werden.

Sein Wesen ist von eher zartem Gemüt geprägt. Strenge in der Erziehung, lauter Ton und Drill sind nichts für das zarte Wesen. Außerdem kann diese Hunderasse gar nicht genug an Liebe und Zuwendung bekommen. Wer also einen Hund sucht, der ganz eng mit dem Menschen im Verbund lebt, der Streicheln über alles liebt und noch dazu immer sportlich unterwegs ist und gerne ausgiebig spielt, wird mit diesem Hund absolut glücklich werden. Die ausführliche Beschreibung des Magyar Vizsla können Sie bei der FCI hier nachlesen.

Der Bolonka – ein kleiner Wuselhund, der es auch ruhig mag

Nicht jeder Hund braucht extrem viel Sport und ebenfalls ist nicht jede Hunderasse von der FCI anerkannt. Ein solcher ist der Kleinhund Bolonka, der noch nicht ganz so bekannt ist. Wir durften unlängst diesen possierlichen Vierbeiner kennen und lieben lernen. Die Hundedame war schon etwas älter, doch auch jüngere Hunde dieser Rasse dürften ruhig im Wesen sein. Der Kleinhund ist aufgeweckt, begegnet Menschen absolut freundlich und mag Streicheleinheiten. Durchaus ist der Bolonka ein toller Begleithund auch für ältere Damen und Herren sowie Menschen, die gerne mit einem Hund spazieren gehen, aber es dabei gemütlich angehen.

Welcher Hund passt zu mir?

Wenn Sie diesen Beitrag bis hier hin aufmerksam gelesen haben, haben Sie festgestellt, dass mit keinem Wort das Aussehen eines Hundes thematisiert wurde. Darum geht es nicht oder zumindest nicht vordergründlich. Um einen tollen Hund zu finden, der in Ihre Familie passt, ist das Wichtigste das Wesen des Tieres.

Die Frage „Welcher Hund passt zu mir?“ lässt sich beispielsweise mit diesem Selbsttest sehr gut beantworten. Einfache Fragen führen zu einem Ergebnis, dass sinnvoll auf die Antworten abgestimmt ist.

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